Weihnachtsbaum die Lichter die brennen! Ist es soweit gekommen kann es ziemlich ungemütlich werden. Lediglich elf Prozent der 62 in Deutschland gekauften und getesteten Lampenketten überstanden eine Prüfungsreihe der EU-Kommission ohne Beanstandung. Der Rest fiel gnadenlos durch die Tests. Bei ganzen 16 Prozent der Lichterkette gab es eine konkrete und direkte Gefahr für Mensch oder Tier, so EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva in Brüssel. Sie könnten Menschen oder Haustieren Stromschläge versetzen, Überhitzungen und sogar Wohnungsbrände verursachen. Über 45 Prozent wiesen erhebliche Mängel auf, bei denen Gesundheits- und/oder Sachschäden nicht ausgeschlossen werden konnten.

Dieses deutsche Ergebnis liegt im EU-Schnitt. Zwischen November 2007 und Mai 2009 waren Brüssels Experten in der
Bundesrepublik sowie in Ungarn, der Slowakei, den Niederlanden und Slowenien ausgeschwärmt, um 196 Lichterketten
zu kaufen und anschließend entsprechend den geltenden technischen Kriterien zu überprüfen. Allein 40 Prozent der Lichterkette stammten bei dieser Aktion aus chinesischer Produktion.

Unterm Strich barg jedes dritte Produkt ein wahnsinnig hohes Stromschlag-Risiko, dass der Satz „Der Weihnachtsbaum brennt“ eine wahrhaft doppelte Bedeutung bekommt. Allein 25 Prozent der Lichterkette erfüllten die Sicherheitsanforderungen nicht, bei 23 Prozent hatten die Hersteller zu schwache Stromkabel verbaut, bei weiteren 28 Prozent versagten allein schon die Verbindungskabel zwischen den Lämpchen. Bei 35 Prozent der Lichterkette fehlte eine Bedienungsanleitung samt technischen Datenblatt.

Laut der EU werden zwar immer wieder reichlich mangelhafte Produkte von den Behörden entdeckt und vom Markt genommen. Aber es gibt jedoch immer noch recht viele Schlupflöcher für minderwertige Produkte. Wer also meint hier sparen zu müßen, spart hier eindeudig am falschen Ende: „Niedrige Kosten gehen häufig auf Kosten der Sicherheit“, fährt Frau Kuneva weiter fort.